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Maas-Rur-Stellung
Rur-Stellung


Letzte Änderung:

31.12.2013



Tag des offenen Denkmals 2014:

Aufgrund der positiven Resonanz zur Veranstaltung am 08. September 2013 ist auch für das Jahr 2014 eine Wanderung durch den Elmpter Wald im Rahmen des Denkmaltages geplant. Der Tag des offenen Denkmals ist diesmal für Sonntag, den 14. September 2014 vorgesehen. Nähere Informationen dazu finden Sie im Laufe des ersten Halbjahres 2014 an dieser Stelle.


Herzlich Willkommen!

[Weststellungen]:

Als Weststellungen werden die gesamten deutschen Befestigungen westlich des Rheins bezeichnet, die 1944/45 in die Reichsverteidigung mit einbezogen werden sollten. Darunter fielen ebenso die Bunker der 1938-40 erbauten Armierungsstellungen, sowie die 1944/45 errichtet feldmäßigen Stellungen. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden diese Stellungen auch insgesamt als Westwall bezeichnet.

Vorwort:

Wenn man heute die friedliche Landschaft zwischen Maas und Rhein durchquert, deutet auf den ersten Blick nichts auf die neuzeitlichen kriegerischen Ereignisse der Jahre 1944/45 hin.
Zu gerne und vielleicht auch verständlicherweise wurde in den Nachkriegsjahrzehnten vieles gesprengt, vergraben, vergessen und verdrängt.
Vielleicht geht es manchem so wie mir, der sich über dieses und jenes Betonfragment oder seltsame Bodenstruktur gewundert hat, aber zunächst nichts mit deren Sinn (oder Unsinn) anfangen konnte.
Mittlerweile sind nun über 60 Jahre nach Kriegsende vergangen und die „Enkel-Generation“, zu der ich mich auch zähle, beschäftigt sich in zunehmendem Maße mit der stark ideologisch vorbelasteten Frage nach den Resten jener Zeit. Dies äußert sich z.B. in der Anzahl zumeist privater „Westwall-Museen“ und Internet-Auftritte zu diesem Thema, andererseits aber auch in den gewachsenen Bemühungen diese Relikte unter einen gewissen offiziellen Schutz zu stellen.

Was ist geblieben von jenen schrecklichen Ereignissen, die sich während des Dritten Reiches über Jahre hinweg in unserem Land ereignet haben und schließlich den Krieg bis in unsere Heimatregion, den Niederrhein, getragen haben?
Wie kann das heute unfassbare wieder fassbar gemacht werden?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich diese Seite.

Seit einigen Jahren habe ich mich ausführlich sowohl mit den festungstechnischen Vorbereitungen des Dritten Reiches für einen Angriffskrieg, sowie den teils unsinnigen und unmenschlichen Versuchen, den Krieg Ende 1944 vor der Haustüre des Reiches aufzuhalten, beschäftigt.
Abgesehen von den Erinnerungen, die uns durch die immer weniger werdenden Zeitzeugen überliefert sind, stellte sich die Frage, was ist heute noch greifbar von dem was einst die Welt bewegte und über Leben oder Leiden entschied.
An dieser Stelle soll es nun um Geschichte und Geschichten gehen, die einen kleinen Eindruck von dem geben sollen, was sich damals zwischen Maas, Rur und Rhein zugetragen hat. Dabei sollen die Beiträge sich an heute noch auffindbaren, erlebbaren Artefakten und Bodendenkmälern ausrichten und deren damaliger Zweck in einen historischen Kontext stellen.
 
Wie mir die Erfahrungen und viele freundliche Kontakte der letzten Jahre gezeigt haben, ist das gemeinsame Interesse an der Spurensuche und der gemeinsamen Geschichte beiderseits der deutsch-niederländische Grenze und auch generationenübergreifend lebhaft vorhanden.
Vielleicht kann die Beschäftigung mit dem was uns einst trennen sollte, zur Aufklärung und gegenseitigem Vertrauen beitragen.  Es bleibt zu hoffen, dass damit entgültig die kriegerischen Konflikte in Europa ein und für allemal der Vergangenheit angehören.

Freundliche Grüße

Dr. Martin Seltmann